Er stand in der Mitte des Zimmers auf einem runden Holztisch und war üppig mit Holz- und Strohschmuck behängt. Unter ihm, auf dem mit einer Weihnachtsdecke festlich geschmückten Tisch, lagen die Geschenke, vor allem Bücher.
Mein Foto-Termin lag bereits im neuen Jahr, und die Besitzerin äusserte Bedenken, die Kerzen anzuzünden, da die Tanne schon leicht vertrocknet sei. Schliesslich stellte sie vorsichtshalber einen mit Wasser gefüllten Eimer bereit und legte ein Tuch dazu, für alle Fälle. Dann zündete sie, entgegen aller Bedenken, die Kerzen doch noch an. Ich konzentrierte mich auf meine Aufnahmen.

Plötzlich zischte es, und eine helle Stichflamme schlug am Baum in die Höhe. Sogleich erfüllte der Geruch verbrannter Tannennadeln den Raum. Zum Glück gelang es uns gemeinsam, das Feuer grade noch rechtzeitig mit dem feuchten Tuch zu ersticken und so Schlimmeres zu verhüten. Wir regten uns ziemlich auf, am meisten über den eigenen Leichtsinn.
Dieses Erlebnis und der damit verbundene Schreck sind mir unvergesslich und veranlassen mich noch heute bei jedem Foto-Termin zu grösster Vorsicht. Auch zuhause ist seitdem ein Eimer Wasser in greifbarer Nähe des Weihnachtsbaumes ganz selbstverständlich geworden.